Ähnlich wie beim Aszites kann sich zwischen Lungen- und Rippenfell aus verschiedenen Gründen Wasser ansammeln. Der häufigste Grund sind ist eine Herzschwäche bzw. auch eine Lungen- bzw. Rippenfellentzündung, aber auch ein Befall des Lungen- bzw Rippenfells durch Tumorzellen ist möglich.
Lungenwasser muss v.a. dann abpunktiert werden, wenn sich soviel Flüssigkeit angesammelt hat, dass es dem Patienten Beschwerden macht. In erster Linie kann durch Verdrängung der gesunden Lunge Luftnot resultieren (Entlastungspunktion).
Ein weiterer Grund für eine Punktion ist die Untersuchung der Flüssigkeit auf Krankheitserreger, auf bestimmte Laborwerte sowie zum Nachweis bösartiger Zellen (diagnostische Punktion). Aus der Zusammensetzung des Lungenwassers kann der Arzt Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen.
Wie wird eine Lungenpunktion (Pleura-Punktion) durchgeführt?
Eine Punktion des Lungenwassers ist in den allermeisten Fällen leicht und für den Patienten schmerzfrei in unserer Praxis durchführbar. Nach Desinfektion und lokaler Betäubung erfolgt die Markierung der geeigneten Stelle in der Regel nach Ultraschallkontrolle, der Patient sitzt dabei leicht vorgebeugt. Durch die betäubte Brustkorbwand wird nun zwischen den Rippen eine Hohlnadel vorgeschoben, mit Hilfe einer Spritze kann die Flüssigkeit steril aus der Brustkorbhöhle entnommen werden. Bei größeren Mengen kann auch ein Infusionsschlauch zur Ableitung in ein Auffanggefäß dienen.
Nach Beendigung wird die Hohlnadel bzw. das Kunststoffröhrchen wieder herausgezogen und die Punktionsstelle verbunden.
Bei Lungenkrebs siehe auch