Das Mammakarzinom ist nach wie vor die häufigste aller Krebserkrankungen: Jährlich erkranken mittlerweile etwa 60.000 Frauen, schätzen Experten des Robert-Koch-Instituts und der Deutschen Krebshilfe. Die Häufigkeit von Brustkrebs steigt seit etwa 1980 stetig an. Gleichzeitig verbessern sich aber auch Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten kontinuierlich. Aus diesem Grund sterben immer weniger Frauen an Brustkrebs.
Seit mehreren Jahren ist der monoklonale Antikörper Trastuzumab in der Behandlung bestimmter Brustkrebsformen etabliert. Wie eine Sperre im Straßenverkehr sorgt das Medikament dafür, dass bestimmte Wachstumsfaktoren die Tumorzelle nicht mehr erreichen; die Zellteilungsrate verlangsamt sich und im Idealfall kommt das Tumorwachstum zum Stillstand.
Nach einer Brust-Operation fühlen sich viele Frauen in ihrem Aussehen und in ihrem Selbstwertgefühl beeinträchtigt.
Krebszellen teilen sich unaufhörlich und unkontrolliert. Je aggressiver sie sind, desto weniger sind sie den Steuer- und Kontrollinstrumenten des Körpers unterworfen. Deshalb ist es besonders schwierig, sie wirkungsvoll zu bekämpfen.
Die Erstbehandlung ist erfolgreich abgeschlossen, die Verhältnisse zuhause sind hoffentlich einigermaßen geordnet, und spätestens dann kommt die Frage: Was kann oder muss ich jetzt noch tun? Was jetzt kommt, nennen Fachleute die „Tumornachsorge“.