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Onkologie Rheinsieg

Praxisnetzwerk Hämatologie und internistische Onkologie

Harnblasenkarzinom

Neben dem Tabakkonsum zählt die beruflich bedingte Gefährdung durch Schadstoffe zu den Hauptrisikofaktoren, weshalb stets eine Anerkennung als Berufskrankheit geprüft werden sollte.

Zwar sind viele, einst verwendete Kanzerogene heute verboten oder es werden entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen. Wegen der vielen Jahre, die zwischen der Schadstoffbelastung und dem Auftreten der Erkrankung liegen, rechnen Mediziner aber noch längere Zeit mit beruflich bedingten Karzinomen. Patienten sollten daher gemeinsam mit dem Arzt prüfen, ob eine sogenannte Schadstoffexposition vorliegt. Falls sich ein Krebsverdacht bestätigt, kann dann eine Anerkennung als Berufskrankheit in Frage kommen.

Die ersten Symptome eines Blasenkrebses sind meist Störungen beim Wasserlassen oder eine Verfärbung des Urins. Aufgabe des Arztes ist es zunächst zu klären, ob hinter den Beschwerden wirklich eine Tumorerkrankung steckt, und wenn ja, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Weiter gilt es herauszufinden, wie sehr sich die Wucherung ausgedehnt hat, und ob sich eventuell schon Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen gebildet haben.

Der Blick in die Blase bringt Gewissheit

Wichtige Untersuchungen sind das Röntgen der Harnwege (Urographie), der Ultraschall (Sonographie), Urintests, bei denen im Urin nach Tumorzellen oder anderen Hinweisen (Tumormarker) gefahndet wird, und vor allem die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Dazu führt der Arzt ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase ein und inspiziert die Schleimhaut. Überdies kann er mit einer kleinen Zange durch das Endoskop hindurch Gewebeproben entnehmen (Biopsie) und diese auf das Vorhandensein von Tumorzellen untersuchen lassen. Weitere Verfahren sind die Computertomographie, die Kernspintomographie und die Skelettszintigraphie. Sie dienen in erster Linie dem Nachweis von Metastasen.  

Meist sehr gute Heilungschancen

Bestätigt sich der Krebsverdacht, richtet sich die Behandlung danach, wie tief der Tumor in die Blasenwand eingedrungen ist, wie aggressiv er ist und ob sich bereits Metastasen gebildet haben. Rund drei Viertel der Blasenkrebserkrankungen werden in einem frühen Stadium entdeckt, wenn der Tumor noch nicht über die Schleimhaut der Harnblase hinausgewachsen ist (nichtinvasiver Tumor). Die Heilungsaussichten sind in diesen Fällen sehr gut.

Derartige Tumoren werden endoskopisch über die Harnröhre entfernt (transurethrale Resektion). Falls zu befürchten ist, dass erneutes Tumorwachstum auftritt, empfiehlt sich eine Chemo- oder Immuntherapie. In beiden Fällen werden die Medikamente über einen Katheter in die Blase eingeleitet, sie wirken also lokal an Ort und Stelle und nicht systemisch über den Blutkreislauf. Wenn sich das Tumorwachstum auf diese Weise nicht kontrollieren lässt, kann die sogenannte photodynamische Therapie zum Einsatz kommen.

Dabei werden dem Patienten zunächst Substanzen verabreicht, die sich speziell in Tumorzellen anreichern und diese für Licht einer bestimmten Wellenlänge empfindlich machen. Genau mit diesem Licht wird der Tumor anschließend bestrahlt, die lichtempfindlichen Tumorzellen sterben ab. Da das zur Bestrahlung genutzte Licht nicht sehr tief ins Gewebe eindringt, bleibt diese Methode Tumoren vorbehalten, die wie das Harnblasenkarzinom nicht sofort in die Tiefe wachsen.

Blasenentfernung

Bei sehr aggressiven Tumoren und solchen, die bereits über die Schleimhaut hinausgewachsen sind (invasive Tumoren), ist eine Blasenentfernung zu erwägen (Zystektomie). Dabei werden auch die Lymphknoten und benachbarte Organe entfernt. Bei Männern sind dies die Prostata, die Samenbläschen und unter Umständen die Harnröhre; bei Frauen Gebärmutter, Eierstöcke, ein Teil der Scheide und meist auch die Harnröhre.

Für den Ersatz der Blasenfunktion gibt es mehrere Möglichkeiten. So kann der Urologe die von den Nieren kommenden Harnleiter zum Beispiel direkt an den Darm anschließen. Die Patienten bleiben kontinent, da die Urinausscheidung über den Afterschließmuskel kontrolliert werden kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, aus Darmanteilen eine Blase nachzubilden. Die kann dann entweder mit der verbliebenen Harnröhre verbunden werden, sodass die Ausscheidung auf dem üblichen Weg erfolgt, oder aber mit einem künstlichen Ausgang in der Bauchdecke (Stoma). Letzterer kann ebenfalls so angelegt werden, dass der Urin nicht herausläuft, sondern in Abständen über einen Katheter ausgeleitet wird.

Männer müssen nach dem Eingriff mit einer Impotenz rechnen. Sie kann aber medikamentös, mit Vakuumpumpen oder Schwellkörperprothesen behandelt werden, sodass der Geschlechtsverkehr weiterhin möglich ist.

Entscheidet sich der Patient gegen eine Blasenentfernung oder sprechen andere Gründe gegen den Eingriff, wird man den Tumor mit einer Strahlentherapie oder einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie bekämpfen. Sind bereits Metastasen aufgetreten, lassen sie sich durch eine systemische Chemotherapie behandeln, das heißt, die Medikamente werden nicht über die Harnröhre in die Blase eingebracht, sondern über das Blutgefäßsystem zu den Tumorzellen transportiert.

Die Behandlung des Blasenkarzinoms kann also eine sehr komplexe Angelegenheit sein. Im Einzelfall sind daran Onkologen, Urologen, Gynäkologen und Nuklearmediziner beteiligt. Gemeinsam suchen wir nach einer individuell geeigneten Therapie, die medizinische Erfordernisse und Patientenwünsche vereint und bei bestmöglichen Heilungsaussichten eine gute Lebensqualität erhält.  

Aber auch als Patient können Sie selbst viel zu einer gesunden Zukunft beitragen. Dazu gehört es beispielsweise, die Termine für die Nachsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und etwaige berufliche Schadstoffbelastungen zu vermeiden. Vor allem aber sollten Sie mit dem Rauchen aufhören. Diese Maßnahme reduziert das Krebsrisiko unmittelbar, und in den meisten Studien nähert es sich nach 20 Jahren dem Risiko von Nichtrauchern an.

Rat und weitere Informationen:

Deutsche ILCO e.V.
Deutsche Vereinigung der Stomaträger

ILCO steht für Ileostomie-Colostomie-Urostomie-Vereinigung. Sie bietet Stomaträgern und deren Angehörigen individuelle Unterstützung, Erfahrungsaustausch und Beratung im täglichen Leben mit dem Stoma und versteht sich als Interessenvertretung bei stomabezogenen Anliegen.

Thomas-Mann-Str. 40 · 53111 Bonn
Tel. 0228 - 33 88 94 50
Fax 0228 - 22 88 94 75

E-Mail info@ilco.de
Internet www.ilco.de

Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V.

Der SHB informiert Patienten, Angehörige und Interessierte über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Er agiert darüber hinaus als bundesweite Kontakt- und Förderstelle für regionale Selbsthilfegruppen.

Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs e.V.
c/o Peter Schröder
Siepmanns Hof 9
45479 Mülheim an der Ruhr

Tel. 02 08 - 62 19 60 41
Fax 02 08 - 42 25 17

E-Mail: schroeder@selbsthilfe-bund-blasenkrebs.de
Internet: www.selbsthilfe-bund-blasenkrebs.de

Als Patient unserer Praxis erhalten Sie eine Mobilfunk-Nummer, unter der Sie uns auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können. Bitte zögern Sie nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, beispielsweise, wenn Sie Nebenwirkungen einer Chemotherapie bemerken, etc.Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen.