Praxis Troisdorf

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Praxis Bonn-Beuel

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Sprechstunden nachmittags nur nach Vereinbarung

Onkologie Rheinsieg

Praxisnetzwerk Hämatologie und internistische Onkologie

Integrative Onkologie

In den USA hat die Integration von schulmedizinischen und komplementären Verfahren beinahe schon Tradition:  1999 eröffnete das Memorial Sloan-Kettering Center in New York City seine Abteilung für Integrative Medizin, im selben Jahr entstand mit dem National Center for Complementary and Alternative Medicine ein neues, staatlich finanziertes Gesundheitsinstitut, das immerhin über einen Jahresetat von etwa 120 Millionen Dollar verfügt. Seit 2003 ist in den USA außerdem eine anerkannte ärztliche Fachgesellschaft aktiv, die Society for Integrative Oncology.


Und auch in Deutschland bewegt sich offenbar etwas: Beim Krebskongress 2010 votierten in einer – allerdings nicht repräsentativen – Umfrage etwa drei Viertel der befragten Ärzte dafür, die Komplementärmedizin in die Onkologie zu integrieren. Sechs von zehn niedergelassenen Ärzten gaben an, in ihrer Praxis vor allem naturheilkundliche und ernährungsmedizinische Verfahren anzuwenden. Während des Krebskongresses gründete sich außerdem eine neue Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft, die den Namen PRIO trägt: Prävention und Integrative Onkologie stehen in dieser Arbeitsgemeinschaft im Mittelpunkt.

Ergänzung, nicht Alternative zur Schulmedizin

Was genau allerdings komplementäre Medizin ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. In der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft besteht Einigkeit darüber, dass damit nicht nur Natur- oder Erfahrungsheilkunde oder in ihrem Nutzen nicht objektiv nachweisbare Verfahren wie Handauflegung oder Geistheilung gemeint sein können. Vielmehr beschäftigt sich PRIO ausschließlich mit solchen komplementären Verfahren, die sich nach den Kriterien der evidenzbasierten (auf objektiven Studienergebnissen beruhenden) Medizin beurteilen lassen.Vor der Verwechslung von Komplementärmedizin mit „scharlatanesken Verfahren“ warnt auch Professor Dr. Gustav Dobos, Direktor der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin am Klinikum Essen-Mitte. Für ihn besteht das wesentliche Ziel komplementärer Behandlungsverfahren darin, die aggressiven schulmedizinischen Therapien für Patienten so erträglich zu machen, dass sie tatsächlich konsequent zu Ende geführt werden können. Immerhin brechen Dobos zufolge etwa 40 Prozent der Mammakarzinom-Patientinnen eine Antihormontherapie wegen der Nebenwirkungen ab. Akupunktur und Yoga sind aber mittlerweile anerkannte Verfahren zur Bekämpfung der typischen Nebenwirkungen. Die für Krebspatienten geradezu charakteristischen Angstzustände lassen sich, so Dobos, darüber hinaus durch Meditation reduzieren. Das Beste aus Schul- und Komplementärmedizin

Integrative Onkologie vereint nach diesem Konzept die besten und in ihrer Wirksamkeit gut belegten Verfahren aus Schulmedizin und Komplementärmedizin. Auch Lebensstiländerungen gehören damit in das Repertoire der Integrativen Onkologie. Die Kombination von Ernährungsanpassung und regelmäßiger Bewegung bringt beispielsweise für Mammakarzinom-Patientinnen messbare Vorteile. Das Ergebnis einer 2007 veröffentlichten Studie mit 1490 Patientinnen zeigte: Wer mehrmals am Tag frisches Obst und Gemüse isst und täglich mindestens 30 Minuten spazieren geht, kann seine Lebenserwartung als Brustkrebspatientin gegenüber der Gruppe ohne diese Anpassungen um fast 50 Prozent steigern.

Risiken der Komplementärmedizin

Auch wenn Komplementärmedizin vielfach mit „sanfter Naturmedizin“ assoziiert wird, birgt sie trotzdem Risiken. Speziell die Wechselwirkungen bestimmter pflanzlicher Heilmittel mit Chemotherapeutika können gefährlich werden. Pflanzliche Heilmittel beeinflussen die Verstoffwechselung von Chemotherapeutika in der Leber. Johanniskraut, Ingwer und Knoblauch schwächen die Chemotherapie-Wirkung, Baldrian, Ginseng und Gelbwurz (Kurkuma) dagegen verstärken sie. Die in unten stehender Tabelle aufgeführten Heilmittel und Extrakte dürfen deshalb während einer Chemotherapie nicht angewendet werden.

Sprechen Sie mit uns!

Bis zu drei Viertel aller Krebspatienten suchen und benutzen Heilmittel aus der Komplementärmedizin; aber nur etwa ein Drittel von ihnen unterrichtet darüber den behandelnden Onkologen. Wenn Sie selbst gegen Ihren Krebs aktiv werden wollen, so sprechen Sie mit uns darüber. Nur dann können wir die optimale Behandlung sicherstellen.

Als Patient unserer Praxis erhalten Sie eine Mobilfunk-Nummer, unter der Sie uns auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können. Bitte zögern Sie nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, beispielsweise, wenn Sie Nebenwirkungen einer Chemotherapie bemerken, etc.Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen.