Praxis Troisdorf

Tel.: 02241-39 75 66 0
Fax: 02241-39 75 66 100
53840 Troisdorf
Montag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Dienstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Freitag 08.00 - 12.00 Uhr

Praxis Bonn-Beuel

Tel.: 0228-407 871
Fax: 0228-407 872
Steinerstraße 39
53225 Bonn-Beuel
Montag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Dienstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Freitag 08.00 - 12.00 Uhr

Praxis Bad Honnef

Tel.: 02224-772 1175
Fax: 02241-39 75 66 100
Schülgenstraße 15a
53604 Bad Honnef
Montag 08.00 - 12.00 Uhr
Dienstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 08.00 - 12.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
Freitag 08.00 - 12.00 Uhr
Sprechstunden nachmittags nur nach Vereinbarung

Onkologie Rheinsieg

Praxisnetzwerk Hämatologie und internistische Onkologie

Was ist Psycho-Onkologie?

Onkologen sind Fachleute für Krebserkrankungen; sie kümmern sich in erster Linie um die optimale Behandlung der körperlichen Symptome. Für die psychisch-seelischen Aspekte der Erkrankung sind Psycho-Onkologen zuständig. Was aber tun die eigentlich genau?

Benötigt jeder Krebspatient eine psychoonkologische Betreuung?

Nein, keineswegs. Viele Patienten kommen mit der seelischen Verarbeitung ihrer Erkrankung gut alleine klar. Es ist aber kein Zeichen von Schwäche, wenn man solch eine Betreuung wünscht.

Was genau geschieht denn beim Psycho-Onkologen?

Das kommt selbstverständlich immer auf den Einzelfall an. Grundsätzlich aber wird zunächst die Krankengeschichte noch einmal besprochen, und zwar nicht nur die medizinische. Dabei geht es um ganz lebenspraktische Fragen – Arbeitsplatz, Kinderversorgung, finanzielle Probleme –, aber natürlich auch um die Beziehungen zum Partner oder zur Partnerin und um andere persönliche Sorgen und Ängste.

Es hilft vielen Patienten sicher schon, über all das zu reden, aber was wird dann konkret getan?

Um zu wissen, was getan werden soll, muss man sich zunächst über das Ziel der Behandlung klar werden. Zwei wichtige Ziele jeder psychoonkologischen Behandlung sind:

a) zu lernen, mit der Krankheit zu leben und

b) trotz der Krankheit die Selbstständigkeit zurückzugewinnen, die man benötigt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Das hört sich gut an, aber noch einmal: Wie geht das praktisch?

Ganz praktisch wird zunächst versucht, herauszufinden, in welchen Bereichen Unterstützung notwendig ist. Geht es um finanzielle Probleme, kann ein Finanzexperte hinzugezogen werden. Ist das Beziehungsgefüge in der Familie gefährdet, kann es sinnvoll sein, die Familie zu einer Familientherapie zu bewegen. Hadert der Patient mit seinem Gott, ist er also in einer spirituellen Krise, dann ist seelsorgerische Unterstützung notwendig.

Ein Psycho-Onkologe ist also im wesentlichen Vermittler?

Ein guter Psycho-Onkologe versucht zunächst, sich einen Gesamt-Eindruck vom Patienten und seiner Krankengeschichte zu verschaffen, um dann gezielte Vorschläge zur Unterstützung zu machen. Da aber ein Mensch allein nicht Experte für alles sein kann, arbeiten Psycho-Onkologen häufig in einem Netzwerk mit anderen Experten zusammen.

Und was macht der Psycho-Onkologe letztlich selbst?

Viele Psycho-Onkologen sind zunächst einmal Gesprächspartner des Patienten. Gemeinsam wird besprochen, wie der Patient seine Stärke und Selbstständigkeit wieder gewinnen kann. Dazu gehören meist ganz einfache, aber eben auch ganz konkrete Absprachen und Vereinbarungen. Ein Patient verspricht etwa, täglich einen Spaziergang zu machen oder wieder unter Leute zu gehen, beispielsweise mit Freunden einen Film im Kino anzuschauen. In den folgenden Sitzungen wird dann überprüft, ob die Absprachen auch eingehalten wurden.

Sind Psycho-Onkologen eigentlich immer Psychologen?

Alle Psycho-Onkologen haben sich in ihrer Ausbildung intensiv mit Psychologie befasst. Als Psycho-Onkologen tätig sind speziell ausgebildete Ärzte, Psychotherapeuten und zum Teil auch Sozialarbeiter.

Welche Patienten benötigen eine psycho-onkologische Betreuung?

Alle diejenigen, die selbst mit der Belastung nicht mehr fertig werden, die eine Krebserkrankung bedeutet. Medizinisch ausgedrückt leiden diese Patienten an einer schweren „Belastungsstörung“ oder mit dem englischen Fachausdruck an einem erheblichen Disstress.

Gibt es einen Zeitpunkt im Krankheitsverlauf, zu dem diese Beschwerden bevorzugt auftreten?

Häufig nach Abschluss aller therapeutischen Maßnahmen – also nach Operation, Strahlen- oder Chemotherapie. Bis dahin wurde von ärztlicher Seite immer aktiv etwas gegen den Krebs getan, jetzt gibt es nur noch einen nächsten Termin für die Nachsorgeuntersuchung. Und der Krebs macht aber weiter Angst. Ein Teil dieser Patienten sucht dann professionelle Hilfe.

Wie kommt man zum Psycho-Onkologen?

Indem man den behandelnden Arzt um eine Überweisung bittet.

Zahlt die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlung?

Wer in Deutschland eine psycho-onkologische Betreuung benötigt, der erhält sie bisher – auch als Kassenpatient.

Als Patient unserer Praxis erhalten Sie eine Mobilfunk-Nummer, unter der Sie uns auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können. Bitte zögern Sie nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, beispielsweise, wenn Sie Nebenwirkungen einer Chemotherapie bemerken, etc.Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen.