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Onkologie Rheinsieg

Praxisnetzwerk Hämatologie und internistische Onkologie

Wie gehe ich mit Freunden und Verwandten um?

Die Diagnose Krebs verändert alles, von einem Moment zum anderen. Die existenzielle Bedrohung betrifft natürlich zunächst den Patienten, aber auch dessen direkte Umgebung. Wie soll man als Patient mit seinen Freunden und Verwandten über die Krankheit reden? Was verändert sich im Laufe der Zeit, wenn der Krebs eher zu einer chronischen Erkrankung geworden ist? Wir haben Antworten zu diesen und weiteren Fragen für Sie zusammengestellt.

Meine Umgebung hat auf meine Krebserkrankung zunächst sehr verständnisvoll reagiert. Aber schon nach wenigen Wochen habe ich eine mit jeder Begegnung größer werdende Unsicherheit gespürt. Das ist ein sehr bekanntes Phänomen, man könnte es fast als normal bezeichnen. Allerdings verstehe ich gut, dass es für Sie alles andere als normal ist, wenn Freunde unsicher werden und sich deshalb nicht selten auch zurückziehen.

Viele unserer Patienten haben dann den Eindruck, dass ihre Angehörigen und Freunde genauso viel Verständnis und Fürsorge benötigen wie sie als Erkrankte selbst.

Genauso ist es. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust und manchmal fehlt mir auch die Kraft, jetzt meinerseits verständnisvoll darauf einzugehen.

Das ist leicht nachzuvollziehen. Sie haben wahrscheinlich festgestellt, dass mit dem bekannt werden Ihrer Erkrankung sich ziemlich schnell die „Spreu vom Weizen“ getrennt hat. Manchmal ist es ganz erstaunlich, dass Menschen, die man als gar nicht so nah empfunden hatte, plötzlich zu wirklichen Stützen werden. Andererseits bleibt einem auch so manche Enttäuschung nicht erspart. Am besten fährt man als Patient erfahrungsgemäß, wenn man seine eigenen Bedürfnisse angemessen, aber deutlich zum Ausdruck bringt.

Das hört sich gut an, scheint mir aber leichter gesagt als getan. Ich möchte doch niemand vor den Kopf stoßen.

Es ist gar nicht so schwer, etwas deutlich zu formulieren. Wenn Sie die Gesellschaft eines Anderen schätzen, sagen Sie ihm das, etwa: „Es tut mir gut, dass Du da bist.“ Wenn Sie dagegen den Eindruck haben, dass jemand sich – vielleicht auch aus Unsicherheit – als Möchtegern-Helfer aufspielen will, können Sie ihm beispielsweise sagen: „Du, ich bin zwar krank, aber ich komm ganz gut zurecht. Wenn ich Deine Hilfe brauche, werde ich das sagen.“

Ist das nicht ein bisschen starker Tobak?

Das kann man so sehen. Je nach den persönlichen Umständen und Ihrem eigenen Temperament hilft häufig eine Mischung aus Humor und Offenheit. Wichtig ist aber immer: Sie als Patient stehen im Mittelpunkt. Sie bestimmen, was Sie mit Ihrem Leben machen wollen. Natürlich ist es hilfreich, wenn jemand Ihnen Unterstützung und Beratung anbietet. Seien sie aber vorsichtig, wenn da jemand kommt, der ganz genau zu wissen scheint, was für Sie gut oder schlecht ist.

Manche Freunde haben mir gegenüber beinahe so etwas wie eine Sprachhemmung.

Vor allem dann, wenn es um die nähere oder weitere Zukunft geht. Nun, das erscheint mir zunächst verständlich. Wenn man quasi beim Reden bemerkt, dass die Anspielung auf das in ein paar Jahren anstehende Jubiläum oder die Pensionierung Sie aus offensichtlichen Gründen verletzen oder traurig stimmen könnte, dann ist die Sprachhemmung ja fast ein Zeichen von Mitgefühl. Sie können die Situation mit einer kurzen Bemerkung wie „Du kannst ruhig weiterreden“ sicher entkrampfen.

Anstrengend finde ich auch, dass man jedem immer wieder neu erzählen muss, wie es einem „mit dieser schrecklichen Krankheit“ geht.

Da bieten möglicherweise die modernen Kommunikationsmittel einen Ausweg. Eine Patientin von uns hat mal eine E-Mail an alle verfasst, die ihr wichtig waren. Darin stand sinngemäß: „Ich bin zwar krebskrank, und ich werde nicht mehr so lange leben, wie ich ursprünglich mal gedacht habe, aber ich bin noch nicht tot. Ich möchte das Leben so lange es geht genießen, und ich möchte es gern mit Dir/mit Euch zusammen tun.“ Im Übrigen ist die Kommunikation via E-Mail oder WhatsApp auf dem Smartphone etwas sehr Praktisches. Die Schriftform in Kombination mit der unkomplizierten Sendung schafft genau die richtige Mischung aus Distanz und Nähe, die sich Patienten und ihre Freunde oder Verwandten häufig wünschen.

Als Patient unserer Praxis erhalten Sie eine Mobilfunk-Nummer, unter der Sie uns auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können. Bitte zögern Sie nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, beispielsweise, wenn Sie Nebenwirkungen einer Chemotherapie bemerken, etc.Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen.