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Onkologie Rheinsieg

Praxisnetzwerk Hämatologie und internistische Onkologie

Zielgerichtete Tumortherapie und Tumorgenom-Sequenzierung

Krebs ist nicht gleich Krebs. Diese Einsicht ist für Fachleute nicht neu. Und auch die Tatsache, dass es unterschiedliche Arten von Brust-, Lungen- oder Darmkrebs gibt, ist Ärzten und Wissenschaftlern bekannt. Neu ist allerdings, dass es mit Hilfe von Erbgut-Analysen des Tumors immer genauer gelingt, einzelne Formen voneinander abzugrenzen und sie zielgerichtet zu behandeln.

Tagtäglich muss unser Organismus millionenfach Zellteilungen bewältigen. Wenn beispielsweise Haare wachsen, wenn Schleimhäute in Mund, Magen und Darm oder Drüsengewebe sich erneuern, dann müssen die Zellen dieser Gewebe sich teilen. Das funktioniert, indem zunächst die Erbinformation der einzelnen Zelle in einem Kopiervorgang verdoppelt wird, um dann bei der Teilung auf die beiden entstehenden Tochterzellen verteilt zu werden (siehe Grafik).

Bei diesem Kopiervorgang können mehr oder minder große Fehler passieren. Falsche Bausteine werden beim Kopieren an einzelnen Stellen oder auch in Serie falsch eingebaut. Es entstehen also Tochterzellen mit gegenüber der Ursprungszelle verändertem Erbgut. Solche Veränderungen werden dafür verantwortlich gemacht, dass aus gesunden Zellen bösartige Tumorzellen werden. Erbgutveränderungen bezeichnen Experten auch als Mutationen (von lat.
mutare verändern). Das Erbgut von Krebszellen ist im Vergleich zu gesunden Zellen mutiert.

Zielgerichtete Therapie
Mittlerweile gibt es eine Reihe von Krebserkrankungen, für die bekannt ist, von welchen Mutationen sie ausgelöst werden. In einer Tumorprobe kann man gezielt nach solchen bekannten Mutationen suchen und so heute schon unter anderem bestimmte Brustkrebs-, Lungenkrebs- oder auch Darmkrebsarten identifizieren. Die Therapie dieser Erkrankungen kann dann sehr viel zielgerichteter stattfinden, nämlich abgestimmt auf die genetische Veränderung und die daraus resultierenden Konsequenzen. Unter „zielgerichteter Therapie“ verstehen Ärzte Medikamente, die gezielt Tumorzellen mit einer bestimmten genetischen Veränderung in ihrem Wachstum hemmen.

Tumorgenom-Sequenzierung
Während man im Zusammenhang mit der zielgerichteten Therapie nach bereits bekannten krankheitsauslösenden Mutationen sucht, geht die Tumorgenom-Sequenzierung noch einen Schritt weiter: Mit dieser Untersuchung wird nicht nur nach bekannten Mutationen gesucht. Vielmehr wird damit die gesamte Erbsubstanz (das Genom) von Tumorzellen ausgelesen, das heißt, die Reihenfolge (Sequenz) seiner Bausteine bestimmt. Um die krebsfördernden Veränderungen im Tumor zu identifizieren, vergleicht man das Tumor-Erbgut eines Patienten mit dem Erbgut seiner gesunden Körperzellen, und zwar Baustein für Baustein.

Ob sich auf Grundlage dieses Vergleichs auch Therapie-Empfehlungen ergeben, hängt in erster Linie davon ab, ob es bereits gelungen ist, die gefundenen Ergebnisse einer spezifischen Krebserkrankung zuzuordnen. Dafür werden die Tumorgenom-Daten und die krankheitsspezifischen Daten von tausenden Patienten in großen Datenbanken gesammelt. Die so ständig erweiterte Datenbasis ist Voraussetzung dafür, dass immer mehr „passgenaue“ Therapieempfehlungen gegeben werden können. Bislang ist die Datenbasis für den Routine-Einsatz der Tumorgenom-Sequenzierung noch nicht groß genug. Deshalb wird sie ausschließlich im Rahmen von Studien durchgeführt.

Als Patient unserer Praxis erhalten Sie eine Mobilfunk-Nummer, unter der Sie uns auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können. Bitte zögern Sie nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, beispielsweise, wenn Sie Nebenwirkungen einer Chemotherapie bemerken, etc.Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen.